B 244, Ortsumfahrung Wernigerode

VgV-Vergabeverfahren zur Beschaffung von Objektplanungsleistungen für Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke sowie Fachplanungsleistungen (Tragwerksplanung und technische Ausrüstung)

Auftraggeber:

Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt
Regionalbereich West
Rabahne 4
38820 Halberstadt

Leistungen GVP:

Durchführung eines europaweiten Vergabeverfahrens nach VgV (Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb) mit folgenden Teilleistungen:
• Erstellung Terminplan
• Klärung Beschaffungsumfang
• Beratung zur Art des Vergabeverfahrens
• Erarbeitung Bekanntmachung
• Erarbeiten der Matrix für die Bewertung der Bewerbungen
• Auswertung der Bewerbungen und Präsentation der Ergebnisse
• Ausarbeiten der Leistungsbeschreibung und Angebotsaufforderung
• Erstellen der Absageschreiben der nicht ausgewählten Bewerber / Beantworten von Nachfragen
• Auswerten der Angebote und Präsentation der Ergebnisse
• Vorbereiten der Verhandlungsgespräche (Entwerfen der Einladungsschreiben, Protokolle vorbereiten)
• Teilnahme an Verhandlungsgesprächen, Dokumentation und Auswertung der Verhandlungsgespräche
• Erstellen der Absageschreiben nach GWB / Beantworten von Nachfragen
• Erstellung Vergabevermerk und Vergabeakte
• Mitwirkung bei der Vorbereitung der Vertragsunterlagen

Bearbeitungszeitraum: 09/2017 - 05/2018

Informationen zum Projekt

Die Führung der B 244 durch die Ortsdurchfahrt (OD) Wernigerode ist nicht in allen Abschnitten geeignet, den Anforderungen einer Bundesstraße gerecht zu werden. Verkehre von der B 27 in Richtung B 6 oder von Magdeburg in Richtung Harz müssen das Stadtgebiet von Wernigerode durchqueren. Dadurch kommt es in der OD zu Verkehrsbelastungen von bis zu 15.859 Kfz/24h (SVZ 2015). Das Straßensystem ist in radialer Form angelegt, sodass sich die Hauptverkehrsstraßen innerhalb der Stadt bündeln. Um eine Entlastung der OD vom Durchgangsverkehr zu erreichen, ist ein Neubau einer Ortsumfahrung notwendig. Das Vorhabenwurde durch das Land Sachsen-Anhalt zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes angemeldet. Der Neubau ist in der Vorzugsvariante der Anmeldung als östliche OU mit überwiegender Tunnelführung durch den Fenstermacherberg (Tunnellänge ca. 2,3 km) und Anschluss an die vierspurige B 6 vorgesehen. Die Gesamtkosten dieser Variante sind mit ca. 90 000 000 EUR brutto ausgewiesen.

Im Rahmen des Vergabeverfahrens werden folgende Leistungen vergeben:
- Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Ausstattung: insb. Markierung, Beschilderung, Fahrzeugrückhaltesysteme) Lph 1 – 2 und optional Lph 3 – 4 gemäß § 47 HOAI i. V. m. Anlage 13, Ziffer 13.1;
- Objektplanung Ingenieurbauwerk (Tunnel) Lph 1 und optional Lph 2 – 3 gemäß § 43 HOAI i. V. m. Anlage 12, Ziffer 12.1;
- Technische Ausrüstung (Tunnelausrüstung) Lph 1 und optional Lph 2 – 3 für die Anlagengruppen 3„Lufttechnische Anlagen“, 4 „Starkstromanlagen“, 5 „Fernmelde- und informationstechnische Anlagen“, 7„nutzungsspezifische Anlagen und verfahrenstechnische Anlagen“, 8 „Gebäudeautomation und Automation von Ingenieurbauwerken“ gemäß § 55 HOAI i. V. m. Anlage 15, Ziffer 15.1;
- Besondere Leistung: Begleitung des Raumordnungsverfahrens inklusive Teilnahme an Besprechungen;
- weitere optionale Leistungen:
- Tragwerksplanung Lph 2 – 3 gemäß § 51 HOAI i. V. m. Anlage 14, Ziffer 14.1.;
- Schalltechnische Untersuchung;
- Luftschadstoffuntersuchung;
- Einwendungsmanagement;
- digitaler Planungsordner.