Sanierung der Gebäudeautomation/Gebäudeleittechnik der Universität Bremen

Vergabeverfahren nach VgV (Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb) zur Beschaffung der technischen Gebäudeausstattung (Anlagengruppe 8)

Die Universität Bremen umfasst eine Vielzahl von Gebäuden mit verschiedenen Bereichen, welche sich von Büros bis hin zu hoch technischen Reinräumen unterschiedlicher Komplexität erstrecken. Der reibungslose Betrieb der verschiedenen Bereiche sowie diverse sicherheitstechnische Anforderungen werden durch Gebäudeautomationsstationen gewährleistet. Störmeldungen, Anlagenschemata und Alarmmeldungen der einzelnen Stationen laufen zudem auf eine zentrale Managementebene in der Leitwarte der Energiezentrale auf.
Die Gebäudeautomation der Universität Bremen ist über viele Jahre gewachsen und weißt mittlerweile einen unterschiedlichen Sanierungsstand auf. Insbesondere die Verfügbarkeit älterer Anlagen ist nicht weiter gewährleistet.
Anhand einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2016 wurden die einzelnen Anlagen, welche über den gesamten Campus verteilt sind, untersucht und Prioritäten für eine zeitliche Umsetzung festgelegt. Der gebäudespezifische Modernisierungsstand einschließlich einer Anlagenübersicht kann über einen Lageplan der Machbarkeitsstudie entnommen werden.
Mit einem sofortigen Modernisierungsbedarf wurden in erster Priorität folgende Anlagen identifiziert: ca. 8 SMT-, 4 NCM-, und 3 NMT-Stationen mit insgesamt etwa 4700 hardwareseitigen Datenpunkten. In zweiter Priorität handelt es sich um ca. 23 zum Teil bereits migrierte NMT-Stationen mit einer hardwareseitigen Datenpunktanzahl von etwa 4450. In dritter Priorität sind 3 weitere SMT-Stationen mit einer hardwareseitigen Datenpunktanzahl von ca. 800 sowie eine Siemens zu ertüchtigen. Des Weiteren sind die Lizenzen der übergeordneten Managementebene abgekündigt und laufen in den nächsten Jahren aus. Die aufgeschaltete hardwareseitige Datenpunktanzahl der Gebäudeleittechnik beläuft sich hierbei auf etwa 36000 einschließlich rund 2600 Grafiken. Im gesamten betrifft die geplante Sanierungsmaßnahme ca. 20 Gebäude.
Je nach Alter und Verfügbarkeit der Anlage einschließlich derer Komponenten/Feldgeräte, entstehender Projektkosten sowie mögliche, anlagenspezifische Ausfallzeiten, sind unterschiedliche Modernisierungsschritte je Anlage denkbar. So kann es in Teilbereichen sinnvoll sein komplett in der Feldebene, Leistungsschaltanlage und Automationseben tätig zu werden.
Nach einer Bestandsaufnahme sind anlagenspezifische Modernisierungsschritte aufzuzeigen, mit der Universität abzustimmen und nach Freigabe über die Technische Ausrüstung, Anlagengruppe 8, Leistungsphasen 1-9 der HOAI in stufenweiser Beauftragung umzusetzen


Im Rahmen des Vergabeverfahrens werden folgende Leistungen vergeben:
- Technische Ausrüstung Lph 1-2, optional Lph 3 und 5-9 gemäß § 55 HOAI 2013 i. V. m. Anlage 15, Ziffer 15.1 für die Anlagengruppe 8;
- Besondere Leistungen:
o Bestandsaufnahme;
o zeichnerische Darstellung und Nachrechnen vorhandener Anlagen und Anlagenteile;
o Zusammenfassung der einzelnen Planungen (optional);
o Inbetriebnahmemanagement (optional).

Weitere Informationen zur Bekanntmachung:
https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:262140-2020:TEXT:DE:HTML&src=0

Weitere Unterlagen zum Download:
https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y5PDF4V/documents


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