B74 OU Ritterhude

Vergabeverfahren nach VgV zur Beschaffung von Kartierleistungen

Im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland plant das Land Niedersachsen vertreten durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (regionaler GB Lüneburg) den Neubau der B 74 Ortsumfahrung Ritterhude.
Das Projekt ist durch eine lange Planungshistorie geprägt, die Linienbestimmung der nunmehr bevorzugten Ostvariante erfolgte bereits im Jahre 2015.
Die linienbestimmte Trasse der B 74n führt von der bestehenden B 74, südlich von Osterholz-Scharmbeck, bis zur Verknüpfung mit der jetzigen Kreisstraße 43 am Knotenpunkt K 43 / K 44. Von dort aus führt die Trasse als Ausbaustrecke (jetzige K 43) weiter über die Wümmebrücke (Landesgrenze Niedersachsen/Bremen) und der Ritterhuder Heerstraße zum Autobahndreieck Bremen-Industriehäfen (A 27). Die B 74n ist im Bundesverkehrswegeplan in der Priorität vordringlicher Bedarf eingestuft.
Der gesamte Streckenzug der B74neu hat eine Gesamtlänge von ca. 8,9 km, die sich wie folgt gliedern:
— Neubaustrecke 4,6 km (linienbestimmt),
— Ausbaustrecke 4,3 km (davon 1,8 km in Niedersachsen (K 43) und 2,5 km in Bremen (Ritterhuder Heerstraße)).
Für den Bereich der linienbestimmten Trasse mit Fortführung über den Ausbaubereich der K 43 bis an die Landesgrenze Niedersachsen / Bremen wurde im Jahr 2019 eine faunistische Planungsraumanalyse durchgeführt. Ende 2020 wurde ein Ingenieurbüro mit der Entwurfsplanung der linienbestimmten Ostvariante beauftragt.
Die mit der linienbestimmten Ostvariante verbundenen erheblichen umweltrelevanten Beeinträchtigungen (die Planungen der B74 Ortsumfahrung berühren die Belange mehrerer Schutzgebiete) müssen nach Vorgabe des Bundesverkehrsministerium im Vorfeld der Entwurfsplanung umfänglich bewertet werden. Dazu gehört auch eine umfängliche Prüfung ernsthaft in Betracht zu ziehender Alternativen, deren notwendige Grundlage eine aktualisierte Verkehrsuntersuchung ist, die in diesem Jahr durchgeführt wird. Erst mit den Ergebnissen dieser kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob weitere Varianten, neben der derzeitigen Vorzugsvariante, in Betracht kommen.
Mit den Ergebnissen der Verkehrsuntersuchung ergibt sich somit ein möglicher weiterer oder auch neuer Untersuchungsraum, der die zu prüfenden Alternativen umfasst.
Aktuell werden die Räume im nordwestlichen Bereich von Ritterhude einer faunistischen Planungsraumanalyse unterzogen. Es wird angenommen, dass die Korridore unmittelbar im westlichen Raum (West 1-3) auch weiteren Untersuchungen unterzogen werden müssen, weshalb sich hier direkt ein Kartierbedarf ableitet. Die Korridore im nördlichen Verlauf (Nord 1 und 2) sind optional zu kartieren, hier sind zunächst die Ergebnisse der laufenden Verkehrsuntersuchung abzuwarten. Daneben wird auch der südlich an die linienbestimmte Variante anschließende Bereich der L 151 (Ritterhuder Heerstraße) einer FPA unterzogen. Die Ergebnisse sollen Mitte August 2021 vorliegen. Der Annahme folgend, dass sich der weitere Untersuchungsraum sowohl in umweltfachlicher als auch verkehrsplanerischer Sicht über den gesamten Streckenzug der B74 neu erstreckt macht umfängliche Kartierungen in diesem Korridor notwendig und ist Teil der auszuschreibenden Leistung.

Untersuchungsraumgrößen:
— Ostkorridor = ca. 710 ha,
— Verlängerung Ostvariante = ca. 330 ha,
— Westkorridor = ca. 1 080 ha,
— Nordkorridor = ca. 1 350 ha.

Im Rahmen des Verfahrens werden folgende Leistungen vergeben:

B74 Ostkorridor (linienbestimmte Ostvariante zzgl. Ausbaubereiche K 43 und L 151 Ritterhuder Heerstraße):
— Faunistische Kartierung (Dachs, Avifauna - Brutvögel, Rastvögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Libellen, Xylobionte Käfer, Fische und Rundmäuler, Weichtiere),
— Kartierung von Biotoptypen,
— Kartierung von Biotoptypen,
— Kartierung von floristischen Arten.

Raum nordwestlich von Ritterhude (Westkorridor):
— Faunistische Kartierung (voraussichtlich Avifauna (ggf. ohne Rastvögel), Fledermäuse, Amphibien, Reptilien),
— Kartierung von Biotoptypen,
— Kartierung von floristischen Arten.

Optional: Raum nordwestlich von Ritterhude (Nordkorridor):
— Faunistische Kartierung (voraussichtlich Avifauna (ggf. ohne Rastvögel), Fledermäuse, Amphibien, Reptilien),
— Kartierung von Biotoptypen,
— Kartierung von floristischen Arten.

Besondere/Zusätzliche Leistungen:
— Begleitung des Umweltplaners im Zuge der Aufstellung der Planunterlagen

Weitere Informationen zur Bekanntmachung:
https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:356721-2021:TEXT:DE:HTML&src=0

Weitere Unterlagen zum Download:
https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y5PR5L7/documents


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