Bau einer Fahrradstraße von Bad Zwischenahn und Oldenburg

Vergabeverfahren nach VgV zur Beschaffung von Objektplanungsleistungen Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke: Lph 8+9 und örtliche Bauüberwachung

Die Gemeinde Bad Zwischenahn möchte den Radverkehr nachhaltig fördern und plant dazu neben einigen Maßnahmen im Ortskern u.a. auch eine neue orts- und gemeindeübergreifende Radwegeverbindung zwischen Bad Zwischenahn und Oldenburg, die zum großen Teil als Fahrradstraße (30 km/h, nur Anliegerverkehr) ausgewiesen werden soll. Die geplante Vorhabenfläche liegt in der Gemeinde Bad Zwischenahn, Landkreis Ammerland.
Diese Verbindung ist insgesamt rund 10 km lang und verknüpft erstmals u.a. die großen Siedlungsgebiete Petersfehn (Gemeinde Bad Zwischenahn) und Friedrichsfehn (Gemeinde Edewecht) mit Bad Zwischenahn und der Stadt Oldenburg. Angebunden werden auch das größte Gewerbegebiet der Gemeinde in Kayhauserfeld (rund 3.000 Beschäftigte) sowie das Schulzentrum in Bad Zwischenahn. Der neue Radweg wird bestehende Verbindungen für den Radverkehr erheblich verkürzen und soll die zentrale Ost-West-Achse für den Radverkehr in der Gemeinde werden.
Durch den Bau des Radweges und der parallel dazu vorgesehenen Ausweisung mehrerer Gemeindestraßen als Fahrradstraßen wird eine Straßenlänge von insgesamt 11,3 km bis auf ein Minimum vom Kfz-Verkehr entlastet. Zu diesen Straßen gehören der Heiderosenweg, der Erikaweg, die Wildenlohslinie, die Friedrichstraße, der Fuhrkensche Grenzweg, der Woldweg und der Eichenweg. Der KFZ-Verkehr soll über den bereits ausgebauten Birkenweg und über die bestehenden Kreis- und Landstraßen geleitet werden.
Der geplante 3 m breite neu zu bauende Radweg wird auf einer alten 6 m breiten bestehenden Wegetrasse errichtet, die in diesem Bereich geradlinig durch das bereits kultivierte Moor verläuft.
Für den Kreuzungspunkt mit der viel befahrenen Gemeindestraße "Birkenweg" (Stat. 3+283) ist eine Unterführung geplant, um im Kurvenbereich der Straße eine sichere Querung zu ermöglichen. Die Gesamtlänge des Bauwerks aus Stahlbetonfertigteilen beträgt ca. 125 Meter (ca. 57 m Rampe + 11 m Unterführung + ca. 57 m Rampe).
Um die Kosten gering zu halten und auch den unter der Trasse vorhandenen Moorkörper möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurde ein besonders schonendes Bauverfahren gewählt, bei dem nur wenig Moor ausgekoffert werden muss, gleichzeitig aber eine hohe Stabilität erreicht wird.

Im Rahmen des Verfahrens sollten folgende Leistungen vergeben werden:

­- Objektplanung Verkehrsanlagen Lph 8 (Bauoberleitung) und Lph 9 gemäß § 47 HOAI i. V. m. Anlage 13, Ziffer 13.1 für 2 Bauabschnitte (BA);

­- Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 8 (Bauoberleitung) und Lph 9 gemäß § 47 HOAI i. V. m. Anla-ge 13, Ziffer 13.1 und § 43 HOAI i. V. m. Anlage 12, Ziffer 12.1 für 1 Bauabschnitt;

­- Örtliche Bauüberwachung bei Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerken als Besondere Leistung gemäß HOAI 2013 Anlage 13, Ziffer 13.1 zu § 47 Absatz 2 und Anlage 12, Ziffer 12.1 zu § 43 Absatz 4;

­- weitere Besondere/Zusätzliche Leistungen
o Fördergeldmanagement
o Nachtragsmanagement

Weitere Informationen zur Bekanntmachung:
https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:667447-2021:TEXT:DE:HTML&src=0

Weitere Unterlagen zum Download:
https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y5PRNH5/documents


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